
Jan Klapp
Geschäftsführer
Inhaltsverzeichnis
Heizen mit Split-Klimaanlage: Wirklich so günstig wie behauptet?
Immer mehr Menschen heizen mit einer Split-Klimaanlage, und das aus gutem Grund: Als Luft-Luft-Wärmepumpe erzeugt sie aus einer Kilowattstunde Strom ein Vielfaches an Wärme. Klingt erstmal nach einem klaren Kostenvorteil gegenüber der Gasheizung. Doch ob das tatsächlich so ist, hängt von mehreren Faktoren ab, die ich dir in diesem Beitrag genau erklären möchte. Von der Effizienz über aktuelle Energiepreise bis hin zu staatlicher Förderung. In diesem Beitrag erfährst du, unter welchen Bedingungen Heizen mit Split-Klimaanlagen wirklich günstiger ist als Gas, was eine realistische Beispielrechnung zeigt und wie du das Beste aus deiner Anlage herausholst.
Heizen mit Klimaanlage
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28.08.2026

Das Wichtigste in Kürze
Split-Klimaanlagen funktionieren wie Wärmepumpen: Sie entziehen der Außenluft Wärme und geben sie als Heizwärme an den Raum ab. Aus einer Kilowattstunde Strom entstehen so bis zu 4 Kilowattstunden Wärme.
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) entscheidet über die Wirtschaftlichkeit: Luft-Luft-Wärmepumpen erreichen typischerweise JAZ-Werte zwischen 2,5 und 4,0. Je höher die JAZ, desto günstiger das Heizen.
Break-even-JAZ liegt aktuell bei etwa 2,8: Bei einem Strompreis von 31,4 Cent/kWh und einem Gaspreis von 11,2 Cent/kWh im August 2026 ist Heizen mit der Split-Klimaanlage ab einer JAZ von 2,8 günstiger als Gas.
Gut gedämmte Gebäude profitieren am meisten: Dort erreichen Split-Klimaanlagen hohe JAZ-Werte und die Wärmegestehungskosten liegen deutlich unter dem Gaspreis.
In unsanierten Altbauten lohnt sich der Vergleich trotzdem: Auch dort können Split-Geräte als Ergänzung zur bestehenden Heizung Kosten senken, eine vollständige Substitution ist jedoch nicht immer wirtschaftlich optimal.
Förderung kann die Investition deutlich reduzieren: Über die KfW-Heizungsförderung (BEG) sind Zuschüsse von bis zu 80 % der förderfähigen Kosten möglich, wenn die Anlage als Hauptheizsystem dient.
CO₂-Kosten sprechen langfristig für die Klimaanlage: Gasheizungen werden durch steigende CO₂-Bepreisung teurer, während Wärmepumpen von der Dekarbonisierung des Strommixes profitieren.
Wie heizt eine Split-Klimaanlage überhaupt?
Bevor wir über Kosten sprechen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Technik. Denn wer verstehen will, warum Split-Klimaanlagen so effizient heizen können, muss das Grundprinzip kennen.
Das Wärmepumpenprinzip
Eine Split-Klimaanlage ist technisch gesehen eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Sie heizt nicht dadurch, dass sie Energie verbrennt, sondern dadurch, dass sie Wärme aus der Außenluft entnimmt und ins Gebäude transportiert. Das funktioniert so:
Die Außeneinheit saugt Außenluft an und überträgt deren Wärmeenergie auf ein Kältemittel.
Der Kompressor verdichtet das Kältemittel, was seine Temperatur erhöht.
Die Inneneinheit gibt die Wärme direkt an die Raumluft ab.
Das entspannte Kältemittel kehrt zur Außeneinheit zurück, und der Kreislauf beginnt von vorn.
Das Entscheidende dabei: Der Strom treibt nur den Kompressor und die Ventilatoren an. Die eigentliche Wärmequelle ist die kostenlose Außenluft. Dadurch entsteht aus einer Kilowattstunde Strom ein Vielfaches an Heizwärme.
Im Sommer läuft der Kreislauf einfach umgekehrt. Das macht Split-Klimaanlagen zu ganzjährig genutzten Geräten, was die Investition auf mehr Betriebsstunden verteilt.
COP, SCOP und Jahresarbeitszahl: Was bedeuten diese Kennzahlen?
Die Effizienz einer Split-Klimaanlage wird über Kennzahlen beschrieben:
Der COP (Coefficient of Performance) beschreibt das Verhältnis von Wärmeleistung zu elektrischer Leistung unter Laborbedingungen. Er ist ein Momentwert.
Der SCOP (Seasonal COP) bzw. die Jahresarbeitszahl (JAZ) zeigt, wie effizient das Gerät über ein ganzes Jahr arbeitet. Eine JAZ von 3,5 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden im Jahresmittel 3,5 kWh Heizwärme.
Für Luft-Luft-Wärmepumpen und Split-Klimaanlagen liegen die JAZ-Werte laut aktuellen Einschätzungen typischerweise zwischen 2,5 und 4,0. Hochwertige Geräte in gut gedämmten Gebäuden erreichen dabei die oberen Werte. In unsanierten Altbauten bewegt sich die JAZ eher im unteren Bereich.
Zum Vergleich: Andere Wärmepumpenarten wie Luft-Wasser- oder Sole-Wasser-Wärmepumpen können JAZ-Werte von 3 bis 5 erreichen, weil sie günstigere Wärmequellen nutzen und oft mit Niedertemperatur-Flächenheizungen kombiniert werden. Luft-Luft-Systeme sind dafür deutlich günstiger in der Anschaffung.
Wie hoch sind die Anschaffungskosten einer Split-Klimaanlage?
Die Wirtschaftlichkeit des Heizens mit Split-Klimaanlagen lässt sich nur beurteilen, wenn du die Investitionskosten kennst. Erst dann kann man berechnen, wann sich die Anlage amortisiert.
Kosten für einzelne Geräte und Systeme
Bei uns bei Klimaklapp bewegen sich die Gesamtkosten für eine fertig installierte Klimaanlage in folgenden Bereichen:
| System | Kosten (brutto, inkl. Gerät, Material & Arbeitszeit) |
| Monosplit (1 Innengerät) | 2.500 – 5.000 € |
| Duosplit (2 Innengeräte) | 5.000 – 7.000 € |
| Multisplit 3 Innengeräte | 7.000 – 10.000 € |
| Multisplit 4 Innengeräte | 9.000 – 14.000 € |
| Multisplit 5 Innengeräte | 10.000 – 17.000 € |
Ein einzelnes Split-Gerät für eine Wohnung ist also deutlich günstiger als ein Luft-Wasser-Wärmepumpensystem, das für ein Einfamilienhaus laut Buderus zwischen 13.000 und 30.000 Euro kosten kann. Das macht Split-Klimaanlagen besonders attraktiv für Wohnungen oder als ergänzendes Heizsystem in einzelnen Räumen.
Was kommt noch dazu?
Neben den Anschaffungskosten fallen jährliche Wartungskosten an. Für Luft-Luft-Wärmepumpen liegen diese typischerweise bei etwa 200 Euro pro Jahr. Darin enthalten sind Kontrolle des Kältemittelkreislaufs, Reinigung der Filter und Wärmetauscher sowie ein Funktionstest. Eine vernachlässigte Wartung kann die Effizienz spürbar senken und damit die erhofften Einsparungen zunichtemachen.
Was kostet das Heizen mit Split-Klimaanlage im Vergleich zu Gas?
Das ist die entscheidende Frage. Und die Antwort hängt von zwei Dingen ab: den aktuellen Energiepreisen und der Jahresarbeitszahl deiner Anlage.
Aktuelle Energiepreise in Deutschland
Laut Verivox lag der durchschnittliche Haushaltsstrompreis im August 2026 bei 31,4 Cent pro kWh. Der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte betrug im gleichen Zeitraum 11,2 Cent pro kWh. (Quellen: verivox.de, verivox.de)
Strom ist also pro Kilowattstunde gut zweieinhalbmal so teuer wie Gas. Das klingt erstmal wie ein klarer Nachteil für die Split-Klimaanlage. Entscheidend ist aber, wie viele Kilowattstunden Wärme du aus einer Kilowattstunde Strom erzeugst.
Wärmegestehungskosten: Der entscheidende Vergleich
Mit dem Verhältnis aus Strom- und Gaspreis lässt sich berechnen, ab welcher JAZ Heizen mit der Split-Klimaanlage günstiger wird als Gas:
| JAZ der Split-Klimaanlage | Wärmekosten in Cent/kWh | Günstiger als Gas (11,20 Ct/kWh)? |
| 2,5 | 12,6 Ct | Nein |
| 2,8 | 11,2 Ct | Breakeven |
| 3,0 | 10,5 Ct | Ja |
| 3,5 | 9,0 Ct | Ja, deutlich |
| 4,0 | 7,9 Ct | Ja, deutlich |
(Quelle: verivox.de)
Ab einer JAZ von etwa 2,8 kostet die mit der Split-Klimaanlage erzeugte Wärme weniger als die aus der Gasheizung. Das ist der Breakeven-Punkt. In gut gedämmten Gebäuden, wo hochwertige Geräte Jahresarbeitszahlen von 3,5 bis 4,0 erreichen, liegt die Wärme aus der Klimaanlage also spürbar günstiger als Gas.
Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus
Nehmen wir ein konkretes Szenario: Ein typisches Einfamilienhaus mit einem jährlichen Wärmebedarf von 19.200 kWh.
| Heizsystem | Strombedarf / Gasverbrauch | Energiekosten | Wartung | Gesamtkosten/Jahr |
| Gasheizung | 19.200 kWh Gas | 2.150 € | ~275 € | ~2.425 € |
| Split (JAZ 3,0) | 6.400 kWh Strom | 2.010 € | 200 € | ~2.210 € |
| Split (JAZ 3,5) | 5.486 kWh Strom | 1.723 € | 200 € | ~1.923 € |
| Split (JAZ 4,0) | 4.800 kWh Strom | 1.507 € | 200 € | ~1.707 € |
(Quelle: verivox.de)
Das Ergebnis ist eindeutig: Bei einer JAZ von 3,0 sparst du gegenüber der Gasheizung bereits rund 215 Euro im Jahr. Bei einer JAZ von 4,0 sind es sogar rund 718 Euro jährlich.
Bitte beachte, dass sich Energiepreise ändern können. Die hier verwendeten Preise entsprechen dem Stand August 2026.
Klimaklapp Tipp
Achte nicht nur auf den Anschaffungspreis, sondern vor allem auf die zu erwartende Jahresarbeitszahl deiner Anlage. Schon der Unterschied zwischen einer JAZ von 3,0 und 4,0 macht mehrere hundert Euro Ersparnis pro Jahr aus. Lass dich daher unbedingt zur passenden Gerätegröße und Effizienzklasse für dein Gebäude beraten.
Steigende CO₂-Kosten als weiterer Faktor
Gasheizungen werden durch die CO₂-Bepreisung fossiler Brennstoffe schrittweise teurer. Laut einer Informationsschrift zu Heizkostenvergleichen führt die CO₂-Steuer bei fossilen Heizvarianten bereits zu jährlichen Mehrkosten zwischen 270 und 420 Euro, abhängig von Brennstoff und Verbrauch.
(Quelle: carmen-ev.de)
Wärmepumpen und Split-Klimaanlagen profitieren außerdem davon, dass der Strommix immer grüner wird. Mit zunehmendem Anteil erneuerbarer Energien sinken die indirekten CO₂-Emissionen pro Kilowattstunde Strom weiter. Die Klimabilanz und die Kostenstruktur sprechen also langfristig klar für die Klimaanlage.
In welchen Gebäuden lohnt sich Heizen mit Split-Klimaanlage besonders?
Die Effizienz und damit die Wirtschaftlichkeit einer Split-Klimaanlage im Heizbetrieb ist kein fixer Wert. Sie hängt stark davon ab, wo und wie du das Gerät einsetzt.
Gut gedämmte Gebäude: Ideale Bedingungen
Luft-Luft-Wärmepumpen und Split-Klimaanlagen arbeiten dann am effizientesten, wenn die Heizlast gering ist und die Temperaturdifferenz zwischen Innen und Außen moderat bleibt. In gut gedämmten Gebäuden mit einem Heizenergiebedarf von unter 15 kWh pro Quadratmeter und Jahr können Split-Systeme JAZ-Werte von 3,5 bis 4,0 und mehr erreichen. Das ist der Bereich, in dem sie gegenüber Gas wirtschaftlich klar vorne liegen. In solchen Gebäuden kann eine Luft-Luft-Wärmepumpe sogar als alleiniges Heizsystem betrieben werden, sofern die Heizlast entsprechend dimensioniert ist.
Unsanierte Altbauten: Ergänzung statt Ersatz
In unsanierten Altbauten ist die Situation eine andere. Der höhere Wärmebedarf und die größeren Temperaturunterschiede drücken die JAZ in den Bereich von 2,5 bis 3,0. Im unteren Teil dieser Spanne liegt Heizen mit der Split-Klimaanlage noch über den Gaskosten, ab etwa 2,8 nähert sich die Wärme aus der Klimaanlage der Gaspreis-Parität an oder liegt bereits leicht darunter. Trotzdem kann es sinnvoll sein, ein Split-Gerät ergänzend einzusetzen: etwa um bestimmte Räume effizienter zu beheizen oder die zentrale Gasheizung in der Übergangszeit zu entlasten. Stiftung Warentest hat gezeigt, dass selbst weniger effiziente Split-Geräte, die etwa 80 % der Heizlast eines Raumes übernehmen, in dieser hybriden Konstellation niedrigere Gesamtheizkosten ergeben als reines Gasheizen. Wenn du wissen möchtest, ob sich das Heizen mit Klimaanlage im Altbau für dein Gebäude konkret lohnt, findest du dort eine detaillierte Betrachtung.
Einzelräume mit besonderem Bedarf
Besonders gut funktioniert eine Split-Klimaanlage in Räumen mit hohen Temperaturanforderungen: Dachgeschosswohnungen, Büros mit großen Fensterflächen oder Räume, die im Sommer stark aufheizen und im Winter den meisten Heizaufwand erfordern. In solchen Situationen nutzt du die Klimaanlage ganzjährig, und die Investition verteilt sich auf deutlich mehr Betriebsstunden.
Welche Förderung gibt es für Split-Klimaanlagen als Heizsystem?
Ein wichtiger Faktor für die Wirtschaftlichkeit ist die staatliche Förderung. Gerade weil Split-Klimaanlagen als Luft-Luft-Wärmepumpen höhere Anschaffungskosten als eine neue Gasheizung haben, kann die Förderung den Unterschied machen.
KfW-Förderung über die BEG (KfW-458)
Wenn eine Split-Klimaanlage als Hauptheizsystem eingesetzt wird und mehr als 50 % der Wärmeerzeugung übernimmt, ist sie als Wärmepumpe über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) förderfähig. Die KfW vergibt dabei Zuschüsse:
Grundförderung: 30 % der förderfähigen Kosten
Klimageschwindigkeitsbonus: 16 % (befristet bis 31.01.2027), wenn eine funktionstüchtige Öl-, Kohle-, Gas- oder Nachtspeicherheizung ersetzt wird
Einkommensbonus: 10–40 %, gestaffelt nach zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen (für selbstnutzende Eigentümer:innen)
In Kombination sind Zuschüsse von bis zu 80 % der förderfähigen Kosten möglich (gesetzlicher Förderdeckel). Das ist ein erheblicher Beitrag, der die höheren Anschaffungskosten einer Wärmepumpe gegenüber einer neuen Gasheizung in vielen Fällen mehr als ausgleicht.
Wichtig: Für Neubauten greift die BEG-Heizungsförderung nicht. Auch reine Klimageräte, die hauptsächlich der Kühlung und nur marginal der Heizung dienen, sind nicht förderfähig. Das Gerät muss in einer anerkannten BAFA-Produktliste geführt werden und die technischen Mindestanforderungen erfüllen.
Wenn du wissen möchtest, wie viel Förderung für deine Situation konkret möglich ist, kannst du das mit unserem Förderrechner schnell herausfinden. In wenigen Sekunden siehst du, welche Förderung realistisch ist. Unser Team prüft deine Anfrage dann innerhalb von 24 Stunden und schickt dir das Ergebnis bequem per E-Mail.
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Fazit: Heizen mit Split-Klimaanlage lohnt sich, wenn die Bedingungen stimmen
Die ehrliche Antwort lautet: Ja, Heizen mit einer Split-Klimaanlage kann wirklich günstiger sein als mit Gas. Aber nicht automatisch und nicht überall.
Bei den aktuellen Durchschnittspreisen von 31,4 Cent/kWh für Strom und 11,2 Cent/kWh für Gas liegt der Breakeven bereits bei einer JAZ von etwa 2,8, ein Wert, den auch weniger hocheffiziente Geräte in vielen Gebäuden erreichen. Wer ein gut gedämmtes Gebäude hat und ein hochwertiges Gerät einsetzt, erreicht JAZ-Werte von 3,5 bis 4,0 und spart gegenüber der Gasheizung mehrere hundert Euro pro Jahr. In unsanierten Altbauten mit niedrigen JAZ-Werten ist Gas auf Basis der reinen Brennstoffkosten aktuell noch knapp im Vorteil, aber schon die ergänzende Nutzung einer Split-Klimaanlage für einzelne Räume kann Heizkosten senken.
Langfristig sprechen steigende CO₂-Kosten für Gas und der grüner werdende Strommix klar für die Klimaanlage. Und mit einer Förderung von bis zu 80 % über die KfW reduziert sich der finanzielle Unterschied bei der Anschaffung erheblich.
Ich helfe dir gerne dabei, die passende Lösung für deine Situation zu finden. Wir bei Klimaklapp sind das einzige Unternehmen in der Region rund um Karlsruhe, das sich ausschließlich auf Klimaanlagen spezialisiert hat. Durch unsere Spezialisierung arbeiten wir schnell, sauber und transparent. Und die KfW-Förderbegleitung übernehmen wir für dich kostenlos, ohne dass du einen externen Förderberater brauchst.
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FAQ zum Thema Heizen mit Split-Klimaanlage
Bei den aktuellen Energiepreisen von rund 31,4 Cent/kWh für Strom und 11,2 Cent/kWh für Gas liegt der Breakeven bei einer JAZ von etwa 2,8. Das bedeutet: Sobald deine Split-Klimaanlage aus einer Kilowattstunde Strom mehr als 2,8 Kilowattstunden Wärme erzeugt, ist sie bei den reinen Betriebskosten günstiger als eine Gasheizung. In gut gedämmten Gebäuden mit hochwertigen Geräten sind JAZ-Werte zwischen 3,5 und 4,0 realistisch, sodass ein deutlicher Kostenvorteil entsteht.
Das ist grundsätzlich möglich, wenn das Gebäude gut gedämmt ist und die Anlage ausreichend dimensioniert wurde. In energetisch sanierten Gebäuden mit niedriger Heizlast kann eine Luft-Luft-Wärmepumpe als alleiniges Heizsystem funktionieren. Voraussetzung ist, dass das System mindestens 65 % der Heizlast des Gebäudes deckt, was auch für die KfW-Förderung relevant ist. In unsanierten Altbauten empfiehlt sich eher eine ergänzende Nutzung, kombiniert mit Dämmmaßnahmen oder einer bestehenden Heizung als Backup.
Regelmäßige Wartung ist wichtig, um die Effizienz der Anlage zu erhalten. Dazu gehören die Reinigung von Filtern und Wärmetauschern, die Kontrolle des Kältemittelkreislaufs sowie ein Funktionstest. Wer die Wartung vernachlässigt, riskiert deutlich niedrigere JAZ-Werte und damit höhere Stromkosten. Die jährlichen Wartungskosten liegen für Luft-Luft-Wärmepumpen typischerweise bei rund 200 Euro pro Jahr.
Die Dämmung hat einen direkten Einfluss auf die Jahresarbeitszahl und damit auf die laufenden Heizkosten. In gut gedämmten Gebäuden ist die Heizlast gering, die Temperaturunterschiede sind moderat, und die Klimaanlage kann effizient und mit niedrigem Strombedarf arbeiten. Das erhöht die JAZ und senkt die Wärmegestehungskosten. In schlecht gedämmten Gebäuden muss die Anlage länger und mit höherer Leistung arbeiten, was die JAZ drückt und den Stromverbrauch steigen lässt. Eine energetische Sanierung kann daher die Wirtschaftlichkeit einer Split-Klimaanlage erheblich verbessern.
Ja, wenn die Anlage als Luft-Luft-Wärmepumpe betrieben wird und überwiegend der Raumheizung dient, ist sie im Rahmen der BEG-Heizungsförderung (KfW-458) förderfähig. Voraussetzung ist unter anderem, dass das Gerät in der BAFA-Produktliste geführt wird, technische Mindestanforderungen erfüllt und mehr als 50 % der Wärmeerzeugung im Gebäude übernimmt. Die Förderung setzt sich aus einer Grundförderung von 30 %, dem bis 31.01.2027 befristeten Klimageschwindigkeitsbonus von 16 % und einem einkommensabhängigen Einkommensbonus von 10 bis 40 % zusammen. In der Praxis sind je nach Bonus-Kombination Förderungen von bis zu 80 % der förderfähigen Kosten möglich. Reine Klimageräte, die hauptsächlich zur Kühlung genutzt werden, sind nicht förderfähig.

Über den Autor
Jan Klapp ist Gründer von Klimaklapp und Experte für Klimaanlagen-Installation. Er hilft Hausbesitzern in der Region Karlsruhe, Mannheim und Heidelberg, ihr Zuhause auch an heißen Sommertagen und kühlen Winternächten zu genießen. Mit Premium-Klimaanlagen von Daikin. Mit seinem Team hat er bereits über 500 Klimaanlagen installiert.



